Allgemeines zur Haltung
Nymphensittiche stammen aus Australien und werden bereits seit 1850 in Deutschland nachgezüchtet. Trotz ihrer Herkunft aus dem heißen Inneren Australiens haben sie sich hervorragend an unser Klima gewöhnt und können mit einem geeigneten Schutzraum im Freien überwintern. Das Ausfuhrverbot der australischen Regierung für alle Tiere des Landes bedeutet keinerlei Probleme für die Haltung dieser interessanten Großsittiche, da sie in ausreichender Stückzahl von vielen Züchtern vermehrt werden.
Auch wir sollten diese Vögel nicht alleine, sondern mindestens als Paar halten. Es ist dabei nebensächlich, ob Sie Ihrem Nymphensittich einen gleich-oder andersgeschlechtlichen Partner geben, denn unabhängig vom Geschlecht kommt es nur äußerst selten vor, dass sich Nymphensittiche nicht vertragen. Zwei Weibchen sollten allerdings nicht mit nur einem einzigen Männchen gehalten werden. Es kommt sonst zu einem blutigen Kampf zwischen den Weibchen.
Nymphensittiche haben ein großes Bedürfnis nach Geselligkeit. Deshalb schließt sich ein einzeln gehaltener dem Menschen eng an. Der Vogel braucht daher sehr viel Zuwendung, Ansprache und Beschäftigung, damit das Leben in der Wohnung für ihn nicht zu langweilig und trist wird. Um keine Langeweile aufkommen zu lassen, sollte das geräumige Nymphensittichheim mit Kletter- und Spielmöglichkeiten ausgestattet werden. Schaukeln, Leitern, Seile und ganz besonders Zweige von ungespritzten Bäumen fordern den Spiel- und Bewegungstrieb des Vogels. Der Standort des Heims soll hell, zugluftfrei und sonnig sein. Vermeiden Sie aber unbedingt grelle Sonneneinstrahlung und vor allem Zugluft, die den Vogel in kürzester Zeit erkranken lässt.
Bei der Wahl des Standortes sollten Sie auch bedenken, dass der recht grelle Ruf des Nymphensittichs empfindliche Menschen stören könnte. Ein Nymphensittich sollte die Möglichkeit zum Freiflug im Zimmer haben. Vor dem ersten Freiflug sollten die Vorhänge der Fenster geschlossen werden, da der Vogel die Glasscheiben nicht erkennen und sich ernsthaft verletzen kann. Wenn Sie in den Folgetagen den Vorhang langsam immer weiter öffnen, wird der Nymphensittich die Größe des Raumes kennen gelernt haben und die Glasscheiben als Begrenzung erkennen.
Die Richtige Ernährung
Mit dem Wissen über die natürliche Ernährung der Nymphensittiche in ihrer Heimat Australien und nach neuesten Erkenntnissen der Futterkunde wird unsere Hausmischung der-Heimtierspezi Großsittichfutter aus besten Einzelsaaten artgerecht gemischt und laufend frisch abgepackt. Im Gegensatz zu vielen anderen angebotenen Mischungen wurde dabei weitgehend auf fetthaltige Sämereien wie Sonnenblumenkerne verzichtet, um eine Verfettung der Vögel zu vermeiden.
- Achten Sie stets darauf, dass ausreichend Futter vorhanden und nicht unter Spelzen versteckt ist. Ein Vogel kann vor vollem Futternapf verhungern, da er die Körner unter den Spelzen nicht erkennt. Deshalb ist es besser, mehrere kleinere Näpfe flach mit Körnern zu füllen als einen einzigen tiefen Napf, den der Vogel doch nicht leerfressen kann.
- Neben dem Hauptfutter bieten Sie noch der-Heimtierspezi Kolbenhirse und -Knabberstangen an, die den Vogel beschäftigen helfen. Kalk und Mineralien findet er schon in unserem Vogelsand. Eine Sepiaschale oder ein Kalkstein sind dazu gute Ergänzungen. Ebenso wichtig ist Frischkost wie Löwenzahn, Chicoree oder Obst und natürlich die artgerechten der-Heimtierspezi Ergänzungsfuttermittel.
- Trinkwasser sollte täglich gewechselt und mit der-Heimtierspezi Vitamintropfen angereichert werden. Nicht jeder Nymphensittich wird das angebotene Badehaus auch benutzen. Sie können Ihren Vogel aber mehrmals in der Woche mit einem Wassersprüher besprühen und damit einem Austrocknen der Haut gerade in der trockenen Wohnungsluft der Heizperiode vorbeugen.
- Sie sollten das Tier wenigstens einmal täglich sorgfältig beobachten, um evtl. auftretende Krankheiten sofort zu erkennen. Erste Anzeichen sind das gesträubte Gefieder, auffällig ruhiges, wenig aktives Verhalten und Nahrungsverweigerung.
Unterscheidung der Geschlechter
Die Geschlechtsunterscheidung bei jungen Nymphensittichen ist recht schwierig, da der orangerote Wangenfleck des Männchens noch ebenso matt ist wie der des Weibchens. Ebenso ist die für das Weibchen typische Zeichnung der Schwanzunterseite noch nicht vorhanden. Übrigens ist beiden Geschlechtern das Talent mitgegeben, zu pfeifen oder auch Stimmen nachzuahmen.