Allgemeines zur Haltung
Aus dem Osten Afrikas wurden die Unzertrennlichen erst Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa eingeführt. Zuerst wurden sie in großen Stückzahlen aus ihrer afrikanischen Heimat importiert, da sie dort massenhaft vorkamen und sogar als Ernteschädlinge von der einheimischen Bevölkerung verfolgt wurden. Einige Jahre nach der Ersteinfuhr glückten dann die ersten Nachzuchten. Seit dieser Zeit gelten die Unzertrennlichen als relativ leicht züchtbar und als recht anspruchslose Pfleglinge.
Mit Ausnahme der Grauköpfchen, welche auf Madagaskar leben, bewohnen alle Arten der Gattung die trockenen Savannengebiete des afrikanischen Kontinents, größtenteils in Äquatornähe. Sie ernähren sich von Gras- und Unkrautsämereien, Beeren, Früchten und natürlich allen Arten von Getreide.
Am bekanntesten sind die Rosenköpfchen und die zwei Arten mit weißen Augenringen, die Pfirsich-und die Schwarzköpfchen. Man hält wenigstens ein Paar oder auch mehrere, wobei die Rosenköpfchen als unverträglichste Art unter sich bleiben sollten, während die Arten mit weißen Augenringen auch gemeinsam in einem großen Agapornidenheim leben können.
Aufgrund ihrer engen Paarbindung werden diese Vögel völlig zu Recht als Unzertrennliche bezeichnet; wir halten sie deshalb niemals als Einzeltiere. Muss ein verstorbener Partner ergänzt werden, so empfehlen wir unbedingt, den neuen Vogel nicht sofort in das Heim mit dem Altvogel zu bringen, sondern durch Nebeneinanderstellen in einem weiteren Heim erst ein sich- Kennenlernen zu ermöglichen. So können Kämpfe der neuen Partner mit oft gefährlichen Verletzungen vermieden werden.
Das geräumige Heim für unsere Unzertrennlichen sollte einen hellen, zugluftfreien Standort haben. Zur Ausstattung benötigen Sie außer den Sitzstangen und Spielzeugen auch noch mehrere Naturzweige unterschiedlicher Stärke, die öfters gewechselt werden sollten, da sie heftig beknabbert werden. Als Rückzugsmöglichkeit dient ein Ruhekasten aus Holz.
In einer Freivoliere mit angebautem, frostfreiem Schutzraum können unsere Unzertrennlichen auch ganzjährig im Freien gehalten werden. Die manchmal recht kräftigen Stimmen der Unzertrennlichen sollten wegen der Nachbarn sowohl im Freien als auch bei der Platzwahl in der Wohnung berücksichtigt werden.
Die Richtige Ernährung
Mit dem Wissen über die natürliche Ernährung der Unzertrennlichen in ihren Heimatländern und neuesten Erkenntnissen der Futterkunde wird unser der-Heimtierspezi Großsittich- und Agapornidenfutter aus besten Einzelsaaten artgerecht gemischt und laufend frisch abgepackt. Im Gegensatz zu anderen angebotenen Mischungen haben wir weitgehend auf fetthaltige Sämereien wie Sonnenblumenkerne verzichtet, um ein Verfetten der Vögel zu vermeiden.
- Achten Sie stets darauf, dass ausreichend Futter vorhanden und dieses nicht unter Spelzen versteckt ist. Ein Vogel kann vor vollem Futternapf verhungern, da er die Körner unter den Spelzen nicht erkennt. Deshalb ist es besser, mehrere kleinere Näpfe flach mit Körnern zu füllen als einen einzigen tiefen Napf, den der Vogel doch nicht leerfressen kann.
- Bieten Sie neben dem Hauptfutter noch der-Heimtierspezi Kolbenhirse an, die besonders gerne gefressen wird. Kalk und Mineralien finden die Vögel schon in unserem Vogelsand; eine Sepiaschale oder ein Kalkstein sind dazu gute Ergänzungen. Ebenso wichtig ist Frischkost wie Löwenzahn, Chicoree, Karotten oder Obst und unsere verschiedenen der-Heimtierspezi Ergänzungsfuttermittel.
- In kleinen Schalen ausgesäte Hirse wird gerne angenommen. Frische Zweige von ungespritzten Bäumen (Obstbäume, Weiden) zum Benagen und Beschäftigen sollten mehrmals wöchentlich angeboten werden.
- Trinkwasser sollten Sie täglich wechseln und mit der-Heimtierspezi Vitamintropfen anreichern.
- Die Unzertrennlichen benutzen gerne das Badehaus, stehen dabei aber nicht wie die meisten anderen Vögel im Wasser, sondern bleiben am Rand des Badehauses, tauchen von dort mehrmals die Köpfe und die Oberkörper ins Wasser, schütteln die Flügel und sträuben dabei das Gefieder. Sie können Ihre Vögel aber auch zusätzlich mit einem Wassersprüher besprühen und damit einem Austrocknen der Haut gerade in der trockenen Wohnungsluft der Heizperiode vorbeugen.
- Sie sollten die Tiere wenigstens einmal täglich sorgfältig beobachten, um evtl. auftretende Krankheiten sofort zu erkennen. Erste Anzeichen sind gesträubtes Gefieder, auffällig ruhiges, wenig aktives Verhalten und Nahrungsverweigerung.
Geschlechtsunterschiede
Auch bei Unzertrennlichen besteht ein „Paar“ nicht unbedingt aus zwei verschiedengeschlechtlichen Tieren. Sehr oft finden auch gleichgeschlechtliche Vögel zusammen, harmonieren ohne Probleme und zeigen die Verhaltensweisen eines wirklichen Paares. Nur wenn man wirklich züchten will, ist die nicht ganz unproblematische genaue Geschlechtsbestimmung überhaupt von Bedeutung.
Mauser
Zur notwendigen Erneuerung des Gefieders ist eine Mauser, die meist einmal jährlich unabhängig von der Jahreszeit stattfindet, völlig natürlich. Der Vogel verliert dann nicht nur kleine, sondern auch große Federn, deren Nachwachsen manchmal auch wochenlang dauern kann. Bei Temperaturschwankungen kann es aber im Laufe des Jahres noch zu einigen schwächeren Zwischenmausern kommen. Je jünger und gesünder der Vogel ist, desto weniger belastet ihn der Federwechsel. Unterstützend helfen hier unsere verschiedenen der-Heimtierspezi Mauserpräparate.
Krallenpflege
Zu lange Krallen sind meist durch zu dünne Stangen verursacht. Deshalb sind Naturzweige unterschiedlicher Stärke so wichtig. Man kann die Krallen mit einer Krallenzange kürzen. Achten Sie darauf, dass die im hellen Horn sichtbaren Blutgefäße nicht verletzt werden.
Fußringe
Nach dem Tierseuchengesetz müssen alle Papageienvögel, also auch die Unzertrennlichen, einen amtlichen Fußring tragen, mit dessen Hilfe die Herkunft festzustellen ist. Wir sind verpflichtet, in einem Nachweisbuch den Verbleib jedes Papageienartigen einzutragen, so dass der Weg der Vögel vom Züchter bis zu seinem Endbesitzer jederzeit nachvollzogen werden kann.
Bei der Suche nach dem Besitzer eines zugeflogenen Krummschnabels wird Ihnen auch die ZZF-Ringstelle, 63225 Langen, Tel. 06103-910724 gerne behilflich sein.
Wenn Probleme, gleich welcher Art, mit dem Tier auftreten oder Sie noch weitere Fragen haben, bitte rufen Sie uns an.
Diese Pflegetipps ersetzen nicht die in Ihren der-Heimtierspezi Fachgeschäften erhältlichen, ausführlichen Ratgeber zur Pflege Ihres Heimtieres.